TRADITIONEN UND BRAUCHTUM

 

Lebendige Traditionen im Wallis


Das Wallis ist kein künstlich geschaffener Freizeitpark. Vielmehr ist es die Heimat von Menschen, die das Gebiet zwischen Norden und Süden bis heute aktiv prägen. Mit ihrer Freude an Traditionen, so lebendig heute wie damals. Mystik und Moderne stehen in spannendem Kontrast. Nebst Hexenabfahrten auf Skipisten, farbenfrohen Alpaufzügen und Märkten begeistert der Besuch eines spektakulären, aber unblutigen Ringkuhkampfs: Die Kühe werden als Königinnen bezeichnet und entsprechend respekt- und liebevoll betreut. Ein weiterer Höhepunkt ist die Tschäggättä im Lötschental: Fasnacht der geheimnisvollen Art.

 

 

Ringkuhkämpfe

 

Sobald der Winter sich verabschiedet, kehrt im Wallis die Zeit der Königinnen ein. Kampflustig kommen sie aus ihren Ställen, um die Hierarchie in der Herde auszumachen. Eringer Kühe sind in ihrer Art einzigartig, ebenso wie die fröhlichen Volksfeste, die aus dem natürlichen Kampfspektakel entstehen.

 

Nach den Regionalausscheidungen ab Ende März folgt die Krönung am Kantonalen Finale in Aproz. In der zweiten Junihälfte gehen anlässlich der Alpbestossungen die Kämpfe auf den Sommerweiden über die Bühne, gefolgt von vereinzelten Alpkämpfen und den letzten Stechfesten im Herbst, die erneut in der Talebene stattfinden.

 

 

Sprache "Wallisertiitsch"

 

Wallisertiitsch - reden wie im Mittelalter

 

Heute sind es gut 80’000 Oberwalliser, die zwischen Sierre und Oberwald eine selbständige, auch schriftlich vorliegende Sprache praktizieren, die in der Schweiz als Dialekt des Schweizerdeutschen bezeichnet wird. Dies trifft insofern nicht zu, als das Wallisertiitsch eine ältere Sprache ist als es die meisten Schweizer Dialekte sind. Sie nimmt laufend neue Begriffe auf und bleibt daher höchst lebendig.